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Freitag, 29. Oktober 2010

Gemeindemuseum Absam
Walburga-Schindl-Str. 31
Im alten Kirchenwirt
6067 Absam

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»Kaiserklamm.Und.Kirchenwirt«
mit Marlene Streeruwitz

» Es geht um Politisierung. Um Politisierung der Wahrnehmungsfähigkeit, nicht um irgendwelche Werte oder Normen oder Verordnungen. Es geht bei allem,
was Marlene Streeruwitz als Autorin tut, um den Mut,
ja die radikale Kühnheit, sich seines eigenen Wahrnehmungspotenzials zu bedienen.«

Jürgen Wertheimer
Wirtshauslärm und das Tosen der Brandenberger Ache

Die österreichische Schriftstellerin und Hörspielautorin Marlene Streeruwitz überließ den Text ihrer Radioarbeit KAISERKLAMM. UND. KIRCHENWIRT.
(ORF- Kunstradio 1989) 1989 nicht einem Regisseur, sondern erarbeitete selbst – zusammen mit dem Komponisten Bert Breit – in über 100 Studio-Stunden die Realisierung der beiden surrealen »Volksstücke«, in denen Text und Geräusch für die Bedeutungsdramaturgie eingesetzt werden.

So wird der Text einerseits in seiner Geräuschfunktion in die Dramaturgie einbezogen. Auf der anderen Seite soll der Wechsel von Hochdeutsch zu starkem Dialekt ein weiteres Klangelement darstellen, das natürlich auch bedeutungskonstituierend wirksam wird.

Der Sinn des Textes kann durchaus der Geräuschdramaturgie geopfert werden und bruchstückhaft keine Bedeutung haben. Oder durch Zufall völlig neue Bedeutungen herstellen.

Marlene Streeruwitz wollte »die Emotionalität so niedrig wie möglich halten, um eine Bedeutung des Textes durch seine Kühle zu betonen«. Um also die Tendenz der Schauspieler, sich »reinzuleben« ( diese Tendenz gehört zu den frühen Studioerfahrungen der Autorin ) zu unterbinden, wurden die Rollen getrennt aufgenommen, zum Teil auch in Doppelbesetzung.

Marlene Streeruwitz übernahm selbst den Part der Selbstmörderin und den der Wirtin. Katharina Riese schrieb in Der Standard vom 9. November 1989 zu dieser Realisierung des Hörspiels: »... Gemeinsam mit dem Komponisten Bert Breit gelang Marlene Streeruwitz ein Wurf von bestechender Dichte.«

Anschliessend Gespräch mit Marlene Streeruwitz
»Heimat ist immer die falsche Geschichte«




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Adresse

Gemeinde
Museum
Absam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
FR 18 – 20 Uhr 
SA 14 – 18 Uhr
SO 14 – 18 Uhr

Eintritt frei 

Führungen
0 676 / 84 05 32 700

Kontakt
Matthias Breit email

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